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I, DANIEL BLAKE

von Ken Loach

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Der diesjährige Gewinnerfilm in Cannes illustriert hervorragend die Schicksale sozial benachteiligter Menschen. In Ken Loachs Sozialdrama versuchen sich der 59-jährige Daniel und die alleinerziehende Mutter Katie aus Newcastle durch die Bürokratie des Sozialstaates zu navigieren. – Ein Film, der zu Herzen geht.

 

 

Der 59-jährige Daniel Blake hat die meiste Zeit seines Lebens als Schreiner in Newcastle gearbeitet. Nach einem Herzanfall ist er zum ersten Mal überhaupt auf Staatshilfe angewiesen. Während er sich bemüht, die Formalitäten für die Unterstützungsbeiträge zu bewältigen, trifft er auf Katie und ihre zwei kleinen Kinder. Um eine einräumige Unterkunft für Obdachlose zu vermeiden, musste die alleinerziehende Mutter eine Wohnung in einer ihr unbekannten und rund 480 Kilometer entfernten Stadt annehmen. – Ken Loach inszeniert das Thema filmisch nicht unbedingt innovativ, jedoch mit viel Herz, und nach dem Film ist man froh, dass es diesen Mann und seine Weise des Filmemachens noch gibt.

 

 

I, Daniel Blake ist eine klassische Loach-Laverty-Kollaboration, der Filmemacher und sein Drehbuchautor haben noch einmal das ganze Arsenal ihres sozialrealistischen Agitationskinos aufgefahren. Dabei wird gleichzeitig deutlich, warum niemand sonst mehr diese Art von Filmen macht. Und warum sie uns fehlen werden.“ (Sennhauser Filmblog)

                    

Cannes 2016: Goldene Palme

                    

Locarno 2016: Publikumspreis Piazza Grande

 

Regie:
Ken Loach
Schauspieler:
Hayley Squires, Dave Johns
Jahr:
2016
Land:
GB
Dauer:
100'
Alter:
10 (14) J.
Sprache:
E/d/f
Suisa-Nr:
1011390
Verleih:
Filmcoopi
IMDB:
http://www.imdb.com/title/tt5168192/