Preis
CHF 28.00
Sprachen
D | E
Untertitel
d | e | türkisch
Edward Bloom - ein Held, ein Abenteurer, ein Genie - sein eigener Mythos. Doch nie ein richtiger Vater. Jetzt liegt er im Sterben, und sein Sohn Will unternimmt einen letzten Versuch, sich mit ihm zu versöhnen und endlich herauszufinden, wer Edward Bloom wirklich ist. Denn zeitlebens hat der nur fantastische Lügengeschichten über sich erzählt. So hätte er als junger Mann gemeinsam mit einem Riesen seine Heimatstadt verlassen, in einem magischen Wald gegen mordlüsterne Fabelwesen gekämpft, mit einem Werwolf im Zirkus gelebt, seine Ehefrau mit 10.000 Narzisssen betört, den Zweiten Weltkrieg quasi im Alleingang gewonnen, eine komplette Nacht auf dem Grund eines Sees verbracht und noch viele andere unglaubliche Wunderdinge erlebt. Will rekapituliert all diese bizarren Geschichten, will Spuren von Realität in den Lügenkonstrukten entdecken - doch Edward Blooms "Wirklichkeit" ist eine andere ...
Tim Burtons neuer Film ist Familiendrama und Fantasyfilm, verbindet einen Vater-Sohn-Konflikt mit magischen Vignetten über märchenhafte Kreaturen. Es sind Geschichten, die unterhalten, mitunter auch verzaubern, aber eigentlich auch verblüffen und mitreißen könnten. Einen dramatischen Höhepunkt liefert aber das Ende, das ein Märchen für jedes Alter berührend beschliesst.
Gegen Ende des Films fällt der Satz, dass Edward Bloom durch seine Geschichten unsterblich wurde. Und so ist es auch im Fall von Tim Burton. Mit Filmen wie „Edward mit den Scherenhänden“, dem Animationsfilm „Nightmare before Christmas“, „Ed Woods“ oder auch „Mars Attacks“ hat er sich als Regisseur unsterblich gemacht, „Big Fish“ gehört nun auch dazu.
Kino-Zauberer Tim Burton ("Mars Attacks!") verzichtet in seinem jüngsten Märchen auf einen klassischen Spannungsbogen, springt in den Zeitebenen, deutet an, lässt den Zuschauer die "Wirklichkeit" erraten. Kino als kunterbunte, vielschichtige Philosophiestunde, getragen von einfühlsamen Schauspielern wie Albert Finney ("Erin Brockovich"), der zweifach Oscar-gekrönten Jessica Lange ("Tootsie") und dem hinreißend naiv agierenden Ewan McGregor ("Trainspotting"). Alle, die das Träumen nicht verlernt haben, werden fasziniert hinschauen.
Quelle: VideoWoche