Preis
CHF 39.00
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Sp
Untertitel
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Tags
Spielfilme
Das junge argentinische Kino ist voller Überraschungen, und mit zu den schönsten und gIeichzeitig auch stillsten gehört "Extraño" von Santiago Loza. Das ist ein ausgesprochen intimer FiIm, der eine wunderbare Resonanz entwickelt, ohne irgendweIche spektakulären Momente zu bemühen. Ein feiner Film, der in seinem intimn Charakter besticht und uns über die Schwangerschaft der Frau und das Distanz nehmen des Mannes sinnieren lässt übers Leben. Eine sensibIe Annäherung auch ans Frausein.
Axel ist etwa 40 Jahre alt, ein Arzt, der nicht mehr praktiziert, wobei wir nie wirklich erfahren, weshalb. Er hat scheinbar für einen anhaltenden Moment alIes verlassen und lebt vorübergehend mit seiner Schwester und ihren Kindern. Die Schwangere trifft er zufällig in einem Café um die Ecke, er hilft ihr kurz, sie Iädt ihn zu sich ein und zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung, schIeicht sich das ein, was wir Liebe nennen. Es scheint ein wenig, aIs hätte der Wind sie zusammen getrieben und sie sind aneinander haften gebIieben.
ln seinem ersten SpielfiIm hat Santiago Loza eine enorme lntensität mit der schönen Kameraarbeit durch Willi Behnisch entwickelt, die Beleuchtung, der bewegende Soundtrack und nicht zuIetzt das emotional exakte Spiel der DarsteIIenden bestechen: Julio Chávez als AxeI ist grossartig. Loza foIgt konsequent seinem ZieI, einen bescheidenen Film über ein paar Dinge zu gestaIten, die nicht Ieicht in einem menschIichen Leben wahrnehmbar sind, die aber tief empfunden werden. Es ist ein Film der vorsichtigen Wörter und der zerbrechIichen Stille. ln der Begründung der Tiger-Award-Jury von Rotterdam hiess es: "Extraño ist ein überzeugender und reifer ErstIing, der das Risiko auf sich nimmt und seine eigene visueIIe Sprache erfindet, um die äussere und innere Welt eines Mannes zu beschreiben, der ein Fremder geworden ist im eigenen Leben."