Preis
CHF 25.00
Sprachen
Xhosa
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CD passend zum Film
Mit seinem "Graceland"-Album schärfte Paul Simon das Bewußtsein dafür, daß die Folk-Musik der Welt noch viele ungehörte Schätze birgt. Auch die große schwarze Sängerin Miriam Makeba - ihr einziger, immergrüner Hit "Pata Pata" von 1967 klingt im Hinterkopf nach - hat nun weitaus bessere Chancen, offene Ohren zu finden. Russ Titelmann, der seine Meriten als Produzent von Rockstars wie Ry Cooder und Steve Winwood verdiente, gab den Anstoss. Heraus kamen dabei 19 Lieder, die als folkloristischer Soundtrack für exotische Touristenbilder denkbar ungeeignet sind, spiegeln sie doch die Situation der Schwarzen in dem Apartheid-Staat wider: das Lied als der Zensur entzogenes Nachrichten-Medium, als Instrument der Überlieferung und der Kommunikation schlechthin. Doch allein schon Miriam Makebas kraftvoll-sonore Stimme zieht in den Bann. Mystisches, Leid und Freude bringt sie voller Emotion dar, ob in den reinen Solo-Parts oder im Frage-Antwort- Spiel mit den schwarzen Sängerinnen Brenda Fassie, Linda Tshabalala und dem Jazz-Trompeter Hugh Masekela, der hier lediglich seine Stimmbänder im Chorgesang strapaziert. Sehr sparsam dosierte Akkordeon-Klänge in "Kulo Nyaka" stellen schon die auffälligere Form der Instrumentierung dar. Denn ansonsten braucht's außer den Stimmen nur hier und da fragmentarisches Klicken, Trommeln und Rasseln oder ein Xylophon im Hintergrund, um immense Klangfülle zu erzeugen. Hinzu kommt die lupenreine Aufnahmetechnik, die "Sangoma" zu einer audiophilen Delikatesse erster Güte macht. Auch Gefäl- ligeres wie das Kinderlied "Baxabene Oxmu" mit den Xhosa-Schnalzlauten oder die melancholische Liebesklage "Congo" wird nicht in der Hitparade landen. Aber diese Platte belohnt intensives Zuhören.
Miriam Makeba selbst sagt: "Diese Songs sind wunderschön und ihr Rhythmus hat eine Magie, die auch jene lächeln und sich im Takt wiegen läßt, die sie noch nie zuvor gehört haben."